Saisonkalender bei Histaminintoleranz und ein Marktspaziergang

Wie kam ich auf die Idee? Wir erleben aktuell fast alle, dass noch so viel Monat vom Geld übrig ist. Was bietet sich besser an, als regional und saisonal einzukaufen.

Vielleicht hast du gelesen, dass bei bei mir Fructose-, Lactose- und Histamin-Intoleranz diagnostiziert wurden. Die beiden ersten habe ich recht gut im Griff. Aber das verflixte Histamin. Ich reagiere am stärksten auf Lebensmittel mit Liberatoren.

Jedes Mal beim Einkauf zu überlegen, geht das jetzt oder nicht, ist mir zu mühsam. Eine Liste musste her, die ich auch meinen Einkaufshelferlein mitgeben kann. Diese Liste für das 4. Quartal teile ich mit dir. Die anderen sind in Arbeit und folgen. Versprochen!

Marktspaziergang

In meinem alten Wohnort gab es leider keinen Wochenmarkt, also habe ich im Supermarkt meines Vertrauens versucht regional und saisonal einzukaufen. Leider ist die Auswahl oft begrenzt. Wenn ich fit bin, koche ich total gerne und teste auch neue Gerichte und Kombinationen aus.

Umso mehr genieße ich es jetzt, (fast) jeden Samstag auf dem Markt in meiner neuen Heimat einzukaufen. Das ist wunderbar mit meinem Tuctuc (Elektro-Mobil) umsetzbar, denn in Supermärkten ist es oft so eng. Die Marktverkäufer sind wahnsinnig behilflich, lassen mich gerne testen, halbieren auch mal einen Kohl, wenn er mir zu groß ist und haben jede Menge Tipps zur Verarbeitung in Peto. Ich liebe diese Gespräche, oft klinken sich andere Kunden mit ein. Herrlich. Hach, ich schweife ab.

Quell wunderbarer günstiger Lebensmittel

Der Markt oder die Hofläden in deiner Nähe sind ein wunderbarer Quell toller saisonaler und regionaler Lebensmittel, die oft im klassischen Einzelhandel nicht angeboten werden. Ein ganz wichtiger Vorteil für mich zu Discounter oder Supermarkt: Ich kann nur die Menge kaufen, die ich wirklich benötige und muss nichts wegwerfen. Es nimmt sich preislich nichts, wenn ich nur die Menge bezahle, die ich auch benötige, auch wenn der Kilopreis etwas höher sein mag. Lebensmittel wegwerfen geht für mich einfach gar nicht.

Hier gibt es sogar einen traditionellen Handwerksbäcker mit langer Teiggare. Backwaren von ihm kann ich sogar mit Weizen genießen. Ja, es ist etwas teurer, aber geschmacklich so lecker und auch noch super verträglich. Das bin ich mir wert.

Ab und an mag ich auch mal Wurst oder Fleisch. Die Produkte sind von Tieren, die über die Weide hüpfen durften und keine langen Transportwege hinter sich bringen mussten. Und auch hier: Ich kann nur die Menge einkaufen, die ich benötige und wenn es nur zwei Scheiben Wurst sind. 

Weitere Vorteile sich saisonal und regional zu ernähren:

Wenn Obst und Gemüse bei dir um die Ecke reif geerntet wurden, sind die Nährstoffe und Vitamine noch vorhanden. Ganz im Gegensatz zu Produkten, die unreif lange Transportwege hinter sich haben und, damit sie nicht verderben, chemisch behandelt werden.

Die Lebensmittel schmecken einfach besser.

Sie sind günstiger, durch das aktuelle große Angebot.

Die Umwelt wird geschont.

Was aber, wenn es keinen Wochenmarkt bei dir gibt?

Dann schau doch mal auf www.mein-bauernhof.de vorbei. Dort findest du Erzeuger mit Hofläden in deiner Nähe.

Viele Hofläden bieten „Grüne Kisten“ inklusive Lieferservice bis vor deine Haustür an. Eine gute Alternative, wenn du nicht mehr so mobil bist.

Wenn es auch das nicht gibt oder für dich sehr schwer erreichbar ist, dann achte beim Einkauf auf die Herkunftsangabe „Deutschland“.

Dein Saisonkalender für das 4. Quartal

Bei Lebensmittel-Intoleranzen ist alles individuell. Solltest du dir bei einem Lebensmittel trotz ok nicht sicher sein, dann teste vorsichtig in kleinen Mengen.

frisch aus heimischem Anbau

Lagerware aus heimischem Anbau

Kräuter und Salate

Bitte immer frisch und nicht abgepackt und fertig geschnippelt.

In Tests wurde nachgewiesen, dass sich fiese Bakterien bilden können. Das brauchen du und ich nun nicht wirklich, oder?

 

OKT

NOV

DEZ

Chicorée

ok

Eichbergsalat

ok

 

 

Eisbergsalat

ok

 

 

Endiviensalat

ok

Feldsalat

ok

Kopfsalat

ok

 

 

Minze

Liberator

 

 

Petersilie

ok

 

Postelein

 

 

?

Radicchio

testen

 

 

Romana/Römersalat

ok

 

 

Rucola

Liberator

 

 

 Obst

 

OKT

NOV

DEZ

Äpfel

 

ok

 

Birnen

 

Liberator

 

Weintrauben

Liberator 

 

 

Zwetschgen

Liberator 

 

 

 Gemüse

 

OKT

NOV

DEZ

Aubergine

testen

 

 

Blumenkohl

ok

 

Bohnen, grün

?

 

 

Brokkoli

ok

 

Champignons

allg. verträglich, bitte testen

Chinakohl

ok

Frühlingszwiebeln

ok

 

 

Grünkohl

 

ok

Gurke

ok

 

 

Hokkaido

ok

Kartoffeln

 

ok

 

Kohlrabi

ok

 

 

Lauch/Porree

vorsichtig testen

Mangold

ok

 

 

Möhren/Karotten

 

ok

 

Paprika

ok

 

 

Pastinake

ok

Rosenkohl

Liberator

Rote Beete

 

ok

 

Rotkohl frisch

 

ok

 

Schalotten

Nein

Sellerie

 

?

 

Spinat

 

Nein

 

Spitzkohl

 

ok

 

Stangensellerie

?

 

 

Steckrübe

 

ok

 

Weißkohl

 

ok

 

Wirsing

vorsichtig testen

Zwiebel

 

Liberator

 

Blumenkohl und Broccoli werden noch verträglicher, wenn du eine Prise Natron ins Kochwasser gibst.

Auberginen und Paprika sind bekömmlicher, wenn sie vorher geschält werden.

Bei Kartoffeln darauf achten, dass sie unbehandelt sind. Lagerkartoffeln sind behandelt. Sonst bitte schälen/pellen.

Immer nur Kohl, ist das nicht dröge und langweilig?

Hier ein paar Vorschläge für dich oder deinen persönlichen heimischen Chefkoch:

Als Salat lassen sich China- oder Spitzkohl prima mit Äpfeln, Birnen oder Orangen verfeinern. Dazu ein paar selbstgemachte Wedges, Kartoffelpüree, -puffer oder simple eine Scheibe Butterbrot. Auch Chicorée und Fenchel lieben diese Kombi.

Als Topping verleihen geröstete verträgliche Saaten und Nüsse wie Erdnüsse, Hanfsamen, Kürbiskerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne (Liberator) und eventuell Chashewkerne (Liberator, vorsichtig testen) eine wunderbare Knusprigkeit.

Statt nur Kartoffeln, kannst du Möhren, Pastinaken, Topinambur, Lauch mit in die Kartoffelpuffermasse mischen.

Hast du mal zu viel übrig? Alles in einen Topf und eine leckere Suppe, Brühenansatz oder einen Resteauflauf zaubern bzw. zaubern lassen.

Kohl ist auch superlecker als Strudel in Blätterteig, mit Schupfnudeln oder wenn du es verträgst auch asiatisch angehaucht mit Mie-Nudeln. Ein leckeres österreichisches Gericht sind Krautfleckerln. Das sind Fleckerl-Nudeln mit Kraut. So köstlich.

Du bist dir unsicher, ob du eine Lebensmittel-Intoleranz hast?

Dann lege ich dir mein 3 in 1 Ernährungs-, Symptom- & Schmerztagebuch ans Herz.

Hier kannst du einen Blick ins Buch werfen und gern bestellen oder bei deinem Buchhändler vor Ort. Das geht schneller als beim großen A, dass ich ungern unterstütze.

https://www.bod.de/buchshop/dein-ernaehrungs-symptom-und-schmerztagebuch-daniela-kuehnl-9783754337264

Wenn dir Screenshots zu umständlich sind, dann schreib mir ein Mail an schreibela@meelas-welt.de und du bekommst von mir das PDF.
Bitte sei nachsichtig, wenn meine Antwort mal etwas länger dauert.

Guten Hunger, viel Spaß beim kreativem Küchengezauber.

Ich bin gespannt. Bleib posimistisch 🙂

Alles Liebe deine Ela

Alle Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen und meinen Erfahrungen zusammengestellt, die ich mit euch teile. Es gibt keinen Anspruch auf medizinische oder rechtliche Richtigkeit. Jede Haftung, Rechts- und Schadensersatzansprüche mir gegenüber sind ausgeschlossen.

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Schön, dass wir uns hier treffen. Sei von Herzen willkommen.

Ich bin Ela. Seit 2020 lebe ich mit den Diagnosen ME/CFS, Fibromyalgie, hEDS (Ehler-Danlos-Syndrom, hypermobilität) und seit Jahrzehnten mit den Lebensmittelintoleranzen Lactose, Fructose und Histamin.

Mit diesem Blog möchte ich dir hilfreiche Tipps und wertvolle Informationen für dein Leben mit der Diagnose ME/CFS mitgeben.

Alles Liebe deine Ela

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